Das kalte Armbad

Die Tasse Kaffee der Naturheilkunde: beruhigt das Herz und regt den Geist an.

Das kalte Armbad wird vor allem geschätzt als Linderungsmittel bei unruhiger Herztätigkeit, als Ableitung bei Kopfschmerzen und zur Anregung der Blutzirkulation. Beste Anwendungszeit sind die frühen Nachmittagsstunden. Es darf auch nach dem Essen gemacht werden. Sehr beliebt ist es auf Wanderungen, um die Hitze im Kopfbereich abzuleiten.

Technik
Nicht mit kalten Händen ins kalte Wasser! Vorher erwärmen. Für das Armbad benützt man die Armbadewanne in Brusthöhe, so dass eine möglichst aufrechte Haltung des Körpers möglich ist. Aber auch andere Gefässe und das Lavabo im Badezimmer sind dazu geeignet. Die Wanne muss tief genug sein, da die Arme bis zur Mitte der Oberarme eingetaucht werden. An den Armen verträgt man relativ kühle Temperaturen.

Temperatur
Brunnenfrisch, so kalt wie möglich. Erst den rechten, dann den linken Arm mit der Hand voraus bis Mitte Oberarm eintauchen, leicht bewegen.

Dauer
6–30 Sekunden – je nach Verträglichkeit. Bis zum Eintritt des Kälteschmerzes oder des Wärmegefühls.

Danach
Nicht abtrocknen, für Wiedererwärmung Arme bekleiden oder bewegen.

Wirkung
Erfrischend, blutdruckregulierend, durchblutungsfördernd.

Zu empfehlen bei
– körperlicher und geistiger Müdigkeit, Kopfschmerzen
– nervöser Herztätigkeit, kräftigt die Herzmuskulatur

Vorsicht bei Angina pectoris!

Aus dem Buch Praktische Kneippanwendungen von Resi Meier