Der kalte Armguss

Er dient zur Anregung der Blutzirkulation in den Armen und hat auch eine reflektorische Wirkung, eine «Fernwirkung», auf die Durchblutungsverhältnisse des Herzmuskels. Bei Neigung zu kalten Händen oder bei rheumatischen Veränderungen der Arme, auch bei Schreibkrampf oder Maschinenarm von zu einseitiger Tätigkeit ist der Guss angezeigt. Er wirkt ableitend von Kopf und Hals.

Armguss

Illustrationen Rolf Stickel

Technik
Von der Hand bis zur Schulter. Oberkörper über die Badewanne gebeugt. Diese Anwendung eignet sich auch für ältere Menschen, denn man kann sie neben der Badewanne sitzend machen.

Beginn am rechten Handrücken beim kleinen Finger. Wasserstrahl an der Armaussenseite aufwärts bis zur Schulter führen. Hier drei- bis viermal leicht hin- und herfahren, dabei fliesst das Wasser gleichmässig den rechten Arm hinab, wobei der Arm einen glatten Wassermantel erhält. Nun die Hand nach aussen drehen und den Wasserstrahl an der Innenseite des Armes abwärts führen über den Handteller bis zu den Fingerspitzen.
Der linke Arm wird in gleicher Weise begossen.

Wirkung
Belebend und erfrischend auf Kreislauf und Nervensystem, herzberuhigend, vertiefte Atmung, ableitend.

Zu empfehlen bei
– körperlicher und geistiger Müdigkeit
– Kopfschmerzen, Schwindel
– Sehnenscheidenentzündung
– Herzschwäche
– beginnendem Schnupfen

Aus dem Buch Praktische Kneippanwendungen von Resi Meier