Der kalte Knieguss

Der Knieguss bewirkt eine aktive Durchblutung der Unterschenkel und regt damit die Organe des Unterleibs an. Er vermehrt die körpereigene Wärme. Regelmässig angewendet verhindert er das Entstehen kalter Füsse und Krampfadern. Er wird auch empfohlen bei Fussbeschwerden wie Senk-, Platt- und Spreizfuss.

Technik
Vom Fuss bis handbreit über das Knie. Wasserstrahl seitlich des Schienbeins und der Kniescheibe führen. Man beginnt an der rechten kleinen Zehe, führt den Strahl seitlich hoch bis handbreit über das Knie. Dort wird der Schlauch leicht hin- und herbewegt, wodurch die Wade einen glatten Wassermantel erhält. Nun den Fuss leicht nach aussen drehen und den Schlauch zur Innenseite des Oberschenkels führen und hier auch drei- bis viermal hin- und herbewegen und die Wade von dieser Seite begiessen. Über die Beininnenseite abwärts zur grossen Zehe Guss beenden. Dann folgt in gleicher Weise der linke Fuss. Als Abschluss beide Fusssohlen begiessen.

Wirkung
Tonisiert und kräftigt die Venen, schlaffördernd, ableitend, durchblutungsfördernd, blutdrucksenkend, Stärkung der Beckenorgane und des Nasen-Rachenraums. Nach allen kalten Güssen Wasser abstreifen und wiedererwärmen.

Zu empfehlen bei
– Krampfadern, heissen Beinen
– Einschlafstörungen
– Kopfschmerzen, Migräne
– Bluthochdruck

Nicht bei extrem niederem Blutdruck!

Knieguss

Illustrationen Rolf Stickel

Vorsicht Keine kalten Güsse an den Beinen bei Nieren-, Blasen- und Unterleibserkrankungen, bei Kreuzschmerz, Ischias, Hexenschuss und Menstruation.

Aus dem Buch Praktische Kneippanwendungen von Resi Meier