Taulaufen

Kneipp schreibt dem Taulaufen eine kräftigende Wirkung zu und empfiehlt es jung und alt. Es ist eine zweckmässige Massnahme bei Fussschwäche. Das Taulaufen wirkt ableitend bei Blutandrang zum Kopf.

Technik
Nur mit warmen Füssen taulaufen. Am besten vom Bett aus mit bettwarmen Füssen durch das taufeuchte Gras laufen, bevor es die Sonne aufgewärmt hat.

Dauer
Beenden, wenn schneidender Schmerz eintritt. Auskühlung vermeiden. Die Dauer des Taulaufens richtet sich nach der Kälte des Bodens. Zum Aufwärmen wieder zurück ins Bett oder tüchtig marschieren. Bewegung nach dem Taulaufen verstärkt die Wirkung. Die Füsse nicht abtrocknen, mit der Hand von Gras und Blättern reinigen und wärmende Fussbekleidung anziehen.

«Ich ermahne dringend, die Worte trockene Fussbekleidung wohl zu bemerken und niemals sich nach dieser Anwendung nasser, angefeuchteter Strümpfe zu bedienen.» Sebastian Kneipp

Wirkung
Kreislaufanregend, durchblutungsfördernd, venenkräftigend, infektvorbeugend und vegetativ stabilisierend, abhärtend.

Zu empfehlen
– zur Abhärtung
– bei vegetativer Dystonie, Kopfschmerzen, Migräne
– bei Krampfadern
– zur Kräftigung der Fussmuskulatur, bei Fuss-Schweiss

Nicht bei Nieren-Blasenleiden, Menstruation, Ischias, Frösteln

Taulaufen

Illustrationen Rolf Stickel

Aus dem Buch Praktische Kneippanwendungen von Resi Meier