Fit durch das Jahr mit Kneippen!

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Erkältungen und Schnupfen vorbeugen?

Sebastian Kneipp empfiehlt, den Körper «abzuhärten».

Wir haben Ihnen dazu ein abwechslungsreiches 4-Wochenprogramm zusammengestellt.

 

 


Kneipp-Übungen zur aktiven Gesundheitspflege
Wassertreten, Barfuss- und Taulaufen, Schneegehen, Trockenbürsten, Luft- und Sonnenbad, Atemgymnastik und Bewegung sowie Waschungen. Bei allen Übungen ist die eigene Reaktion zu beobachten. Es soll langsam mit den Abhärtungsübungen begonnen werden. Je nach Art der Anwendung kann die Intensität allmählich durch regelmässiges Ausdauertraining gesteigert werden.

Was versteht man unter Abhärtung?
Abhärten trainiert Haut und Organismus, auf die verschiedensten Reize richtig zu reagieren. Krankmachende Einfüsse wie Wetterumschlag, Keime, Viren und Bakterien kann ein abgehärteter Mensch abwehren. Über die Haut erreicht man unzählige Nervenenden sowie Haut- und Unterhautgefässe. Wasser-, Luft- und Lichtreize können Abwehrstoffe gegen Krankheitserreger bilden. Aber eben nur dann, wenn Haut und Organismus abgehärtet wurden.

Die Anwendungen:

Wassertreten1. Wassertreten
Vorbedingung sind warme Füsse. Brunnenfrisches Wasser etwa 30 cm hoch in einen Eimer füllen, die Unterschenkel sollen bis zur Hälfte eingetaucht sein. Im Storchenschritt abwechselnd die Füsse ganz aus dem Wasser heben. Die Zehenspitzen zeigen dabei nach unten.
Dauer: Ein paar Sekunden bis höchstens eine Minute, bis zum Eintreten des Kälteschmerzes. Wasser abstreifen, sofort wärmende Fussbekleidung anziehen und für Wiedererwärmung sorgen.


Barfusslaufen2. Barfuss- und Taulaufen
Nicht empfohlen wird das Barfusslaufen auf hartem Betonboden oder Asphaltstrassen. Nur mit warmen Füssen taulaufen. Am besten vom Bett aus mit bett- warmen Füssen durch das taufeuchte Gras laufen, bevor es die Sonne aufgewärmt hat. Dauer: Beenden, wenn «Kälteschmerz» eintritt. Auskühlung vermeiden. Die Dauer des Taulaufens richtet sich nach der Kälte des Bodens. Zum Aufwärmen wieder zurück ins Bett oder tüchtig marschieren. Bewegung nach dem Taulaufen verstärkt die Wirkung. Die Füsse nicht abtrocknen, mit der Hand von Gras und Blättern reinigen und wärmende Fussbekleidung anziehen.


Schneegehen3. Schneegehen
Beim Schneegehen nie stehenbleiben. Die Füsse dürfen bei dieser Übung ausnahmsweise kalt, müssen aber heil sein. Die nötige Körperwärme darf nicht fehlen. Bei Wind oder bei gefrorenem und hartem Schnee nicht durchführen. Dauer: Einige Sekunden, bis ein «Kälteschmerz» eintritt. Training steigern bis zu 3 Minuten. Füsse trockenfrottieren und für Wiedererwärmung im Bett sorgen oder wärmende Fussbekleidung anziehen und sich bewegen.

 


Trockenbürsten4. Trockenbürsten
Keine zu harte Bürste verwenden und nicht zu fest rubbeln. Striemen oder Kratzer lassen auf eine zu grobe Behandlung oder auf eine falsche Bürste schliessen. Technik: Der ganze Körper wird in rund fünf Minuten mit leichtem Druck gebürstet, am besten vor dem offenen Fenster oder in gelüftetem Zimmer. Die beste Zeit dafür ist morgens, unmittelbar nach dem Aufstehen. Das Trockenbürsten wirkt sehr anregend und wird abends nicht von allen vertragen. Man beginnt an einer herzfernen Stelle wie der rechten Fusssohle oder der rechten Handinnenseite und bürstet mit leichtem Druck in kreisenden Bewegungen oder Strichführungen immer näher zum Herz. Stark behaarte Körperstellen und die Brustwarzen werden nicht gebürstet. Nicht anwenden bei grosser Nervosität, Hautleiden und bei ausgedehnten Krampfadern. Besenreiser (blaue Äderchen) aussparen.


Luft und Sonnenbad5. Luft- und Sonnenbad
Beim Luftbad wird der ganze Körper oder einzelne Körperteile unbekleidet der Luft ausgesetzt. Die Wärmeabgabe durch das Luftbad wirkt entlastend auf den Kreislauf. Besonders kreislauffördernd wirkt eine gleichzeitig durchgeführte Gymnastik- und Atemübung oder das gleichzeitig durchgeführte Trockenbürsten. Das Luftbad ist, je nach Lufttemperatur und Luftzirkulation, zeitlich zu bemessen und zu beenden, bevor ein Frösteln auftritt. Die ideale Temperatur liegt zwischen 4 bis 18 Grad. Anschliessend ankleiden und für Wiedererwärmung sorgen. Wichtig ist das Masshalten beim Sonnenbaden. Eine besonders starke Wirksamkeit haben die ultravioletten Strahlen zwischen 11 und 15 Uhr. Kopfbedeckung tragen und Sonnenschutz verwenden. Dauer: Anfangs 2 mal 12 Minuten täglich. Körperliche Verfassung, Jahreszeit und Ort des Sonnenbades, ob Tief and oder Hochgebirge, sind mitbestimmend. Das Sonnenbad mit kurzer kalter Anwendung abschliessen. Nicht geeignet bei Arterienverkalkung, nervöser Erregbarkeit, nach Schlaganfall und bei extrem hohem Blutdruck. Gefahren unvernünftiger Anwendung: Sonnenbrand, Sonnenstich, Überreizung des Nervensystems


Atemgymnastik Bewegung6. Atemgymnastik und Bewegung
Die Atemgymnastik kann mit einem Spaziergang leicht verbunden werden. Man bleibe unterwegs einige Minuten stehen und ziehe ganz langsam, tief Atem holend, die frische Luft ein, halte sie ein wenig in den Lungen zurück und atme sie dann ebenso langsam wieder aus. Am günstigsten geschieht dieses in einem Walde, besonders in einem Fichtenwald. Anfangs mache man diese Atemübung nur einige mal hintereinander und strenge sich vor allem nicht zu sehr dabei an; später kann man es öfters tun. Besonders zu empfehlen ist diese Übung bei Leuten, die schwache Lungen haben, wie auch denen, die durch ihren Beruf zu vielem Sprechen genötigt sind. Was die Wirkung dieser Lungengymnastik angeht, so wird dadurch alle schlechte Luft aus den Lungen herausgeschafft, wobei frische, reine Luft bis in die äussersten Teile derselben eindringt.


Waschungen7. Waschungen
Wir verwenden brunnenfrisches Wasser. Damit wird ein milder Temperaturreiz gesetzt. Bei Fieber oder bei kälteempfindlichen Menschen soll temperiertes Wasser von 18 bis 22 Grad verwendet werden, um einen Kälteschock zu vermeiden. Ein Leinenwaschtuch oder ein Leinenhandtuch falten wir auf Handgrösse, tauchen es in kaltes Wasser und drücken es leicht aus, so dass es nicht mehr tropft. Mit leichtem Druck ziehen wir einen Wassermantel über die Haut. Beim Waschen wird das Leinentuch bei Warmwerden gewendet und – wenn nötig – wieder in das Wasser getaucht. Die Waschung wird zügig durchgeführt, jedoch ohne zu hasten. Eine Ganzwaschung dauert eine bis höchstens zwei Minuten. Nach der Waschung nicht abtrocknen. Sofort zurück in das warme Bett gehen oder sich mit Naturfasern bekleiden und tüch- tig bewegen. Oberkörperwaschung Nur Oberkörper entkleiden. Die Waschung beginnt am rechten Handrücken beim kleinen Finger. An der rechten Armaussenseite hochfahren bis zur Achsel, an der linken Armaussenseite zurück zum Daumen und in einem dritten Strich an der Arminnenseite hoch bis und mit Achselhöhle. Tuch wenden und den linken Arm gegengleich waschen. Tuch neu falten und den Hals von rechts nach links umfahren. Mit sechs Längsstrichen Brust und Seitenpartien bis zur Taille waschen. Bei der Frau unter der Brust die liegende 3 durchführen. Tuch neu falten und die Nackengegend von rechts nach links waschen. Für die Rückenwaschung das Tuch auseinanderfalten. Dabei fasst jede Hand ein Ende des Tuches und zieht es für die Waschung über den Rücken. Unterkörperwaschung Nur Unterkörper entkleiden. Die Waschung beginnt bei der rechten kleinen Zehe, führt an der Beinaus- senseite hoch bis zum Gesäss und über die vordere Beinmitte zurück zum Fuss. Tuch wenden und an der Beininnenseite wieder hochfahren über die Leisten- beuge bis zur Hüfte, das Gesäss umfahren und über die hintere Beinmitte abwärts zur Ferse waschen. Tuch neu falten und linkes Bein gegengleich waschen. Bauchwaschung durchführen, kreisförmig im Uhrzei- gersinn. Beide Fusssohlen waschen.


WICHTIGER HINWEIS: Für die einzelnen Kneipp-Anwendungen gibt es Gegenanzeigen, sogenannte Kontraindikationen. Dabei handelt es sich um Erkrankungen oder Zustände, bei denen die Therapie bzw. bestimmte Anwendungen nicht ange- wendet werden dürfen! Nicht empfohlen sind Kälteanwendungen bei extremer Auskühlung, Kälteallergie.
• Kälteanwendungen bei entzündlichen Erkrankungen des Urogenitalbereichs
• kalte Waschungen beim Temperaturanstieg während der Fieberphase (Schüttelfrost, Kälteemp nden)
• kalter Arm- oder Brustguss bei schweren Herzerkrankungen (koronare Herzkrankheit, Herzrhythmusstörungen), Asthma bronchiale , Auskühlung, Raynaud-Syndrom, bei konstant kalten Füßen oder Händen
• Wärmeanwendungen bei lokal entzündlichen Prozessen, Wärmeunverträglichkeit
• Wassertreten bei lokalen Hautveränderungen (z.B. offenen Wunden), peripherer arterieller Verschlusskrankheit (paVK)

 

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