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5 Tipps aus den 5 Säulen von Sebastian Kneipp

Clean-Eating – dieser Megatrend ist ganz nach Sebastian Kneipp

© Andrii Zastrozhnov, iStock Photo

Text Lotty Wohlwend

Ernährung

Du bist, was du isst
Clean Eating steht wörtlich übersetzt für «sauberes Essen». Dazu gibt es ein paar Grundregeln:
• Lebensmittel ohne künstliche Zusatzstoffe
• Lebensmittel ohne raffinierten Zucker und künstliche Süssungsmittel
• umweltverträgliche und schonende Herstellung / Produktion
• saisonal und regional
• frisch zubereitet
• viel Gemüse und Vollkornprodukte

Reis, Kartoffeln, Haferflocken sowie Hülsenfrüchte sind erlaubt. Einzig Weizenweissmehl sollte durch Vollkornmehl ersetzt werden. Weissmehl wird industriell stark verarbeitet und enthält dadurch kaum mehr Nährstoffe.
Das Clean Eating-Konzept ist an sich nicht neu und ist am ehesten mit einer gesunden und vollwertigen Ernährung vergleichbar. Ganz so, wie es Sebastian Kneipp empfahl.

Wasser

Erlaubt ist alles … fast alles
Trink pro Tag zwei bis drei Liter, auch diese Regel ist bekannt. Ein Zuviel an Flüssigkeit ist genauso ungesund wie ein Zuwenig. Die Regel von Clean Eating ist einfach: vermeide Zucker und Alkohol. Vermeide künstlich gesüsste Getränke wie Soft Drinks oder Limonade mit Industriezucker. Vermeide oder limitiere alkoholische Getränke. Trink genügend Wasser, ungesüsste Kräuter- und Früchtetees, verdünnte, ungezuckerte Frucht-, Beeren- oder Gemüsesäfte.

Lebensordnung

Achte auf dein natürliches Sättigungsgefühl
Iss öfter, dafür weniger, das ist die Devise von Clean Eating. Das heisst, verteil sechs kleine Mahlzeiten über den ganzen Tag hinweg: zwischen Frühstück, Mittagessen und Abendessen und vor dem Zubettgehen empfiehlt sich eine Zwischenmahlzeit. Das ist allerdings keine starre Regel. Wer keinen Hunger hat, lässt eine Mahlzeit einfach aus. Weniger ist manchmal mehr. Achte dabei auf dein natürliches Sättigungsgefühl.

Clean Eating ist auch keine Diät, es geht nicht vorrangig ums Abnehmen. Doch wer einen bewussten Umgang mit seinem Körper und der Nahrung pflegt, lernt auf seinen Körper zu hören und wird so ganz nebenbei ein paar Kilos verlieren.

«Wenn du merkst, du hast gegessen, hast du schon zu viel gegessen.»
Sebastian Kneipp

Kräuter

Weniger Salz, mehr frische Kräuter
Salz ist das beliebteste Gewürz. Seine Mineralstoffe sind für den Körper lebensnotwendig, regulieren den Wasserhaushalt und bilden Magensaft. Aber ein Zuviel treibt den Blutdruck in die Höhe und begünstigt Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Viele Menschen essen mehr Salz als nötig, in Brot, Fleisch- und Wurstwaren, Milchprodukten, Käse, Chips und Fertiggerichten wie Suppen und Knabberzeug. Das alles ist bei Clean Eating tabu.

Zum Würzen von Speisen werden Kräuter empfohlen. Frische, aber auch getrocknete Kräuter verleihen dem Essen eine ganz besondere Note. Und keine Angst: Dem Essen wird es nicht an Würze fehlen. Experimentiere! Kräuter verfeinern jedes Gericht und geben ihm das gewisse Etwas.

Bewegung

Eine Bewegung kommt in Bewegung
Ein gesunder Lebensstil bedeutet in der Regel auch eine erhöhte körperliche Vitalität. Personen, die mit Sorgfalt ihre Nahrungsmittel auswählen und auf künstliche Zusätze verzichten, gehen nicht nur mit mehr Energie in den Tag und haben einen fitteren Start, auch der Stoffwechsel ist erhöht, das Gewicht wird reduziert und man bewegt sich ganz automatisch öfter.

«Wem es gelänge, die Menschen zur Einfachheit, Natürlichkeit und vernünftigen Lebensweise zurückzuführen, der hätte das Höchste geleistet – nämlich die soziale Frage gelöst.»
Sebastian Kneipp

Mehr Kneipp-Gesundheits-Tipps in der aktuellen Ausgabe des Magazins, Oktober-November 2020