Halsentzündung

Angina, Mandelentzündung Siehe auch Erkältung, Husten. Auch eine harmlose Halsentzündung muss sorgfältig behandelt und vollständig ausgeheilt werden, um einen Rückfall, eine Verschlimmerung oder Folgekrankheit zu vermeiden.

Gurgeln mit kühlem, heilungsförderndem und leicht desinfizierendem Salbei-, Thymian-, Kamillen- oder Frauenmanteltee oder Molkosan, das pur verwendet werden kann oder mit wenig Wasser verdünnt wird.

Bei der akuten, fieberhaften Halsentzündung hilft der kalte Halswickel in Serien oder die kalte Auflage mit Quark, Lehm, gequetschten Kohlblättern oder in Scheiben geschnittenen rohen Zwiebeln. Die Auflage soll Wärme entziehen und wird deshalb nach dem Warmwerden abgenommen und wenn nötig wieder erneuert.

Fieber schonend senken mit der kalten Teilwaschung oder den nassen Socken in Serien. Verwenden Sie bei hohem Fieber leicht temperiertes (zimmerwarmes) Wasser, vorher oder dazu schweisstreibenden Tee von Linden- und Holunderblüten und eventuell etwas Weidenrinde mit Honig und Zitronensaft trinken, um die Ausscheidung der Giftstoffe optimal zu fördern.

Bei chronischen, fieberlosen Halsschmerzen wirkt das warme Fussbad reflektorisch heilungsfördernd auf die Atmungsorgane. Zusätzlich soll abends über längere Zeit der kalte Halswickel als wärmestauender Wickel im Wechsel mit einer warmen Lehm-, Leinsamen- oder zimmerwarmen Kohlblatt- oder Quarkauflage angelegt werden.

Bei eitriger Angina mit Salbei- oder Engelwurztee gründlich gurgeln. Eine schnelle Hilfe ist bei der fiebrigen Angina die Kohlblatt- oder Quarkauflage. Ausserdem ist bei der fieberlosen sowie bei der fiebrigen Angina die allgemein entgiftende Reinigung wichtig. Der kalte Lendenwickel hat die Fähigkeit, Giftstoffe aufzulösen, auszuleiten und aufzunehmen und soll ein- bis zweimal wöchentlich als wärmestauender Wickel angelegt werden. Die beste Zeit dafür ist der frühe Morgen vor dem Aufstehen.

Bei Heiserkeit heisse Lehmauflage. Kalte Füsse erwärmen mit dem warmen Fussbad. Gurgeln mit Salbei-, Frauenmantel- oder Kamillentee. Unterwegs zuckerfreie Salbeipastillen oder -bonbons lutschen oder getrocknete Ebereschenbeeren (Vogelbeeren) essen. Diese sind Vitamin-C-reich und im Volksmund bekannt als Sängerbeeren, da sie eine besonders gute Wirkung auf das Stimmorgan haben. Kräutertee, mit einem oder zwei bis drei Heilkräutern gemischt, von Salbei, Kamille, Thymian, Bibernelle, Spitzwegerich, Malvenblüten, Lindenblüten oder Ysop mit etwas Honig und Zitronensaft langsam und schluckweise trinken. Wichtig bei jeder Halsentzündung ist, die Ausscheidung zu fördern und damit Giftstoffe auszuleiten mit einer Nierenteemischung oder Tee von Goldrute. Geben Sie dazu einige Tropfen Echinacea.

Gurgeln mit Tee von Salbei, Kamille, Bibernellwurzeln, Eichenrinde oder Heidelbeer- saft drei- bis viermal täglich oder Gurgeln mit Molkosan- oder Essigwasser, ein Esslöf- fel auf 1/4 Liter Wasser oder Gurgeln mit 40 Tropfen Echinacea in 1/8 Liter Wasser oder Gurgeln mit Johanniskrautöl oder Malvenblüten, vor allem bei trockener Entzündung. Bei Fieber Teefasten, Tee mit Thymianhonig leicht süssen, verdünnte und vitaminreiche Fruchtsäfte, Obsttage. Salzarme und fleischlose Kneippkost, heisses Honigwasser oder heisser Holundersaft mit Zitrone und Honig, natürliches Vitamin C der Sanddorn- oder Zitrusfrucht, Kalkpräparat. Bei Fieber und während der Kneipp-Anwendung Bettruhe. Sorgen Sie mit entsprechend warmer Fussbekleidung stets für warme Füsse, meiden Sie Nikotin und rauchgeschwängerte oder überheizte Räume. In gesunden Tagen abhärten mit Wassertreten, kalter Waschung, Tau- oder Schneelaufen.