Keuchhusten

Bellende Hustenanfälle mit tief und deutlich hörbar ziehender (keuchender) Einatmung. Am häufigsten erkranken Kinder. Ansteckend. Gut ausheilen. Arzt konsultieren.  

Die natürliche Kneipptherapie hilft, die Hustenanfälle zu dämpfen, sie wirkt schleimlösend und auswurffördernd. Brust und Rücken einreiben mit einer wärmenden Bronchialsalbe und anschliessend eine Dampfkompresse auflegen. So kann die Einreibung am besten eine Tiefenwirkung entfalten. Weiters bewährt hat sich der heisse Heublumensack oder die Auflage mit geschnittenen, rohen oder in Öl erhitzten Zwiebeln oder mit gequetschten Kohlblättern.

Ein altes Rezept ist die Auflage mit roher und frischgeschorener Schafwolle, die nachhaltig für eine angenehme und natürliche Wärme sorgt. Wohltuende Erleichterung bringt zwischendurch die erfrischende kalte Oberkörperwaschung. Abends wirkt das warme Fussbad mit Thymian oder Haferstroh beruhigend.

Der Nierentee mit Goldrute regt die Ausscheidung der Stoffwechselgifte an und wird getrunken im Wechsel mit Hustentee von Sonnentau, Thymian, Huflattich und Spitzwegerich oder anderen hustenlindenden Heilpflanzen. Tee mit etwas Thymianhonig süssen und Echinaceatropfen zugeben und eventuell einen Teelöffel Meerrettichsaft. Trinken Sie den Hustentee langsam und schluckweise oder viertelstündlich einen Esslöffel. Eine bewährt gute Hilfe ist auch der Eibischsirup. Da er so zäh- und dickflüssig ist, wird er volksheilkundlich auch als Schneckensirup bezeichnet. Mit frischen Eibischblüten, Wasser, Zitronensaft und Zucker können Sie diesen Sirup auch gut selbst zubereiten.

Leichte Kneippkost, nahrungsergänzendes natürliches Vitamin C der Sanddornfrucht sowie ein Kalkpräparat. Zwischendurch einzelne geröstete Sonnenblumenkerne knabbern. Viel und das Richtige trinken ist hier wichtig, vor allem Tee (siehe oben), heissen Holundersaft mit Zitrone und Honig oder heisses Wasser mit Thymianhonig und Zitronensaft. Dem Tee oder Saft einen Teelöffel Meerrettichsaft oder Echinaceatropfen beigeben.

Ein altbewährtes Rezept aus der Volksheilkunde: Sie machen eine Vertiefung in einen Schwarzrettich und füllen diese aus mit Honig oder Zucker. Beides zieht den Meerrettichsaft hervorragend aus. Diese Flüssigkeit bildet ein zuverlässiges Hustenmittel und wird teelöffelweise mehrmals täglich eingenommen. Bei Fieber ist Bettruhe nötig. Gut ausheilen schützt vor Folgekrankheiten, eventuell Klimakur in einem milden Reizklima, im Gebirge oder am Meer.