Wassertreten

Das Wassertreten ist eine der bekanntesten Kneipp-Anwendungen und hat eine ausgleichende Wirkung: Es erfrischt am Tag und beruhigt am Abend.
Im Freien eignet sich der saubere Bach oder das Seeufer sehr gut zum Wassertreten. Zu Hause in Badewanne oder Dusche einen grossen Eimer stellen, in dem beide Füsse gut Platz finden.

Technik
Vorbedingung sind warme Füsse. Brunnenfrisches Wasser etwa 30 cm hoch in den Eimer füllen, die Unterschenkel sollen bis zur Hälfte eingetaucht sein. Im Storchenschritt hebt man abwechselnd einen Fuss nach dem anderen immer ganz aus dem Wasser, die Zehenspitzen zeigen nach unten.

Abhärtungsübungen 

Dauer
Ein paar Sekunden bis höchstens eine Minute, bis zum Eintreten des Kälteschmerzes. Wasser abstreifen, sofort wärmende Fussbekleidung anziehen und für Wiedererwärmung sorgen. Diese Anwendung wirkt bei
– aktiver Wiedererwärmung durch Bewegung als Muntermacher,
– passiver Wiedererwärmung im Bett als gute Einschlafhilfe.

Wirkung
Kreislaufanregend, durchblutungsfördernd, venenkräftigend, stoffwechselanregend, abhärtend, vegetativ stabilisierend

Zu empfehlen
– abends als Einschlafhilfe und morgens als Muntermacher
– als Abhärtung
– bei Krampfadern, heissen Beinen
– bei vegetativer Dystonie, Kopfschmerzen, Migräne

Nicht bei Nieren-Blasenleiden, Menstruation, Ischias, Frösteln, fortgeschrittener arterieller Durchblutungsstörung (Raucherbein) Besondere Bemerkung: Nie gleichzeitig ein Armbad nehmen.

Wassertreten

Illustrationen Rolf Stickel

Aus dem Buch Praktische Kneippanwendungen von Resi Meier